Kein Operationstisch gleicht dem anderen

Kein Operationstisch gleicht dem anderen
© 1996 Don Tremain

Ob im Operationssaal oder im Eingriffsraum - OP-Tische werden an vielen Orten benötigt und finden vielerlei Einsatzmöglichkeiten. Besonders wichtig dabei ist ihre Mulifunktionalität. Operationstische sollen vielseitig und einfach in ihrer Handhabung sein. Daher ist die Art der Verstellmöglichkeiten ein wichtiger Aspekt bei der Anschaffung eines neuen Tisches. Unterschieden wird dabei zum Beispiel in manuelle, mechanische, elektro-motorische oder elektro-hydraulische Antriebe. Je nach Fachbereich ist entweder das eine oder andere Modell mehr oder weniger einsetzbar und nützlich. Operationstische finden sich u.a. beim ambulanten Operieren, in der Augenheilkunde, Bronchologie, Chirurgie, Dermatologie, bei diagnostischen Anwendungen, Endoskopie, in der Gynäkologie, Orthopädie, Urologie und Proktologie und vielen weiteren Fachbereichen an.

Die richtige Lage zählt

Für jede Operation ist die Art des Operationstisches und somit auch die Operationslagerung von besonderer Bedeutung. Wie ein Patient während der medizinischen Behandlung gelagert ist, kann eine entscheidende Rolle spielen. Schließlich will man nicht, dass der Patient bei den sehr präzisen Eingriffen, bei denen es oft um Millimeterarbeit geht, zu Schaden kommt und lagerungsbedingte Schäden (z.B. Druck-, Gelenk- oder Nervenschäden) vermeiden. Zudem braucht der Operateur und das um ihn agierende Operationsteam einen guten Zugang zum anatomischen Operationsbereich. Der Patient sollte stets fest fixiert sein, damit ungewollte Bewegungen keine Schäden verursachen. Dennoch muss eine gewisse Beweglichkeit für manche Arten von Behandlungen gegeben sein. Und genau an diese Bedürfnisse muss sich ein Operationstisch richten - Bauch-, halbsitzende (sog. Beach-Chair-Lagerung), Rücken-, Seiten- und Steinschnittlagerung und Lagerung auf dem Extensionstisch.

Dabei sind den Möglichkeiten beim Einsatz eines OP-Tisches heutzutage keine Grenzen gesetzt. Sensorüberwachte Bewegungsabläufe an den Tischen und eine feine Microprozessorsteuerung machen sie zu echten High-Tech-Geräten. Die Zeiten von einfachen bahrenartigen Liegen sind schon lange vorbei. Modern und mit technischen Extras muss es heute sein. Bei der Sensorüberwachung sind beispielsweise bis zu fünf Sensoren an einem Tisch verbaut. Hierbei handelt es sich in den meisten Fällen um Seilzugsensoren, die die Lagerung des Patienten ermitteln und somit eine bestmögliche Positionierung gewährleisten. Die Seilzugsensoren sind überwiegend mit Stahlseilen ausgestattet, für den Einsatz im MRT und beim Röntgen gibt es sie jedoch auch mit Kunststoff. Natürlich gibt es noch viele weitere Sensorarten, wie z.B. Laser-, Farb- und Temperatursensoren, welche während der Operation den Patienten und sein Wohlergehen überwachen.

Verlagern Sie das Gewicht

Ebenfalls an den Lauf der Zeit angepasst, auch wenn die Gründe eher unerfreulich sind: OP-Tische für Schwerlasten. Immer mehr Patienten sind übergewichtig und adipös - hierfür muss vorgesorgt werden. In kleinen Praxen mögen Schwerlast-OP-Tische als stabiler Metallbau mit medizinischem Edelstahl nicht oft zum Einsatz kommen. In Krankenhäusern und größeren Einrichtungen mag dies jedoch öfter der Fall sein. Hier lohnt sich eine solche Anschaffung. Für einen einfacheren und unkomplizierten Transport des Patienten sorgt ein motorgetriebenes Fahrwerk am Tisch. Die Geschwindigkeit kann dabei bequem über einen Handgriff geregelt werden, sodass eine einzige Person ohne Hilfe den Patienten von A nach B bringen kann. In Zeiten des Personalmangels, besonders im Pflegebereich, eine wirkliche Erleichterung.